Künstler.innen: Knut Eckstein

Knut Eckstein

Eckstein
LOLITA at the coke machine down the hallway, 2010, im Gartenhaus von Familie Turk, © Stefan Müller, Courtesy: Klara Wallner Galerie, Berlin

Schon der Zugang zum Ort der Installation 'LOLITA at the coke machine down the hallway' von Knut Eckstein ist nicht einfach zu finden, stünden da nicht die Wegweiser, die einem hinter den Wohnblock – in dem auch die Gastgeber wohnen – führen und von da weiter, einen Hang hinab über vom Regen aufgeweichten Rasen zu einem dunkelbraun gestrichenen, hölzernen Gartenhaus leiten, das sich im hintersten Winkel unter die hohen Bäumen zu ducken scheint. Mit roten Lichtschläuchen ist über diesem das Label der bekanntesten Getränkemarke der Welt nachgezeichnet, verspannt zwischen den Bäumen, unbeholfen in seiner Ausführung und Materialarmut. Diese setzt sich im Innern der Hütte fort, mit einem zusammen gebastelten, mit Aluminiumfolie kaschierten Bretterregal, einem Billboard, und den daran schief montierten Leuchtstoffröhren, deren Kabel wirr über die leeren Bretter zum Boden führen. Ein summender Coca-Cola-Getränkeautomat und ein auf einer mit rotweißkariertem Stoff bezogen Bank liegendes Buch geben den Anschein, dass hier Jemand wenn auch nicht zu Hause so doch vielleicht tätig ist, der Besitzer nur mal eben hinter die Hütte zum pinkeln getreten ist oder für etwas Nachschub an Verkaufbarem sorgt.

Knut Eckstein
geboren 1968
lebt und arbeitet in Berlin
 

Einzelausstellungen (Auswahl)

"informed comment (jürgen habermas conducting suicide bombing)", PENG! raum für kunst, Mannheim, 2009
"friendly vibes from dirty floors", Verein für aktuelle Kunst, Münster, 2000

Gruppenausstellungen (auswahl)

"zwölfeinhalb – Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunst in Gießen", Kunsthalle Gießen, 2009
"Never”, Living Art Museum, Reykjavik, 2004


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