Künstler.innen: Loïe Fuller
Loïe Fuller

Loïe Fuller, Dokumentation, 2010, im Wohnzimmer von Ursula Wilms,
© Stefan Müller, courtesy: Brygida Ochaim, Agentur für gute Gestaltung, Berlin
1892 debütierte die amerikanische Tänzerin Loïe Fuller (*1862) in den Pariser Folies Bergère
mit einem Tanz, der Licht nicht nur als ästhetisches Ereignis feierte, sondern zugleich der Synästhesie
von Licht und Bewegung, Licht und Raum in bis dahin unbekannter Weise Gestalt verlieh:
Eingehüllt in einen überdimensionierten weißen Umhang aus Crêpe de Chine, den Bewegungsradius
der Arme mit Aluminiumstäben in den Stoff verlängert und von Lichtbogenlampen beschienen, zeigte sich dem Publikum im ansonsten völlig verdunkelten Bühnenraum eine Szenerie aus fließenden und wirbelnden Stoffbahnen, ein sich transformierendes Gebilde aus Licht.
Fuller verwandelte die Demarkationslinie zwischen Technik und Ästhetik in einen Schwellenraum: Sie arbeitete mit Wissenschaftlern wie den Curies, mit Technikern und Ingenieuren, um dem reinen Licht Gestalt zu verleihen. Damit nahm sie bereits vor mehr als 100 Jahren Methoden der Kunstproduktion vorweg, die bis heute Anwendung finden. open light in private
spaces hat der Künstlerin ein eigenes Kabinett eingerichtet und setzt ihr Schaffen an den Anfang
einer Betrachtung verschiedenster künstlerischer Positionen, in denen ihr Postulat „Je sculpte
de la lumière“ mitaufscheint.
Loïe Fuller
geboren 1862 in Fullersburg, IL (USA)
gestorben 1928 in Paris
mit einem Tanz, der Licht nicht nur als ästhetisches Ereignis feierte, sondern zugleich der Synästhesie
von Licht und Bewegung, Licht und Raum in bis dahin unbekannter Weise Gestalt verlieh:
Eingehüllt in einen überdimensionierten weißen Umhang aus Crêpe de Chine, den Bewegungsradius
der Arme mit Aluminiumstäben in den Stoff verlängert und von Lichtbogenlampen beschienen, zeigte sich dem Publikum im ansonsten völlig verdunkelten Bühnenraum eine Szenerie aus fließenden und wirbelnden Stoffbahnen, ein sich transformierendes Gebilde aus Licht.
Fuller verwandelte die Demarkationslinie zwischen Technik und Ästhetik in einen Schwellenraum: Sie arbeitete mit Wissenschaftlern wie den Curies, mit Technikern und Ingenieuren, um dem reinen Licht Gestalt zu verleihen. Damit nahm sie bereits vor mehr als 100 Jahren Methoden der Kunstproduktion vorweg, die bis heute Anwendung finden. open light in private
spaces hat der Künstlerin ein eigenes Kabinett eingerichtet und setzt ihr Schaffen an den Anfang
einer Betrachtung verschiedenster künstlerischer Positionen, in denen ihr Postulat „Je sculpte
de la lumière“ mitaufscheint.
Loïe Fuller
geboren 1862 in Fullersburg, IL (USA)
gestorben 1928 in Paris
Tänzerin und Choreografin, Filmregisseurin und Pionierin der Lichtkunst. Setzte in ihren Inszenierungen elektrisches Licht, farbige Projektionen und fluoreszierenden Effekte ein.
1988 wurde Loie Fullers „Serpentinentanz“ von der Tänzerin und Autorin Brygida Ochaim im Rahmen des Theaterfestivals Nouvelles Scènes Dijon und der III. Biennale Internationale de la Danse in Lyon reinszeniert. Die Filmdokumentation des Tanzes, zu dem Judith Barry das Lichtdesign gestaltet hat, ist hier neben der Tanzaufnahme der Brüder Lumière von 1896 zu sehen.
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