Künstler.innen: Maix Mayer

Maix Mayer

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Maix Mayer, Das Restreale, 2010, bei Stephanie und Arno Brückner im Filmraum, © Stefan Müller
Maix Mayer streift im Prolog seines Films Das Restreale durch eine nächtliche Kleinstadt in der taiwanesischen Provinz, in der die Vorbereitungen zu dem traditionellen Laternenfest getroffen werden, mit dem die alljährlichen Neujahrsfeierlichkeiten zu Ende gehen.
Unvermittelt geht der Film in das eigentliche Fest über, richtet Mayer seine Kamera auf einen Prozessionszug. Alle Beteiligten tragen Helme, Handschuhe und sonstige Schutzkleidung. Jedes Mal, wenn die Prozession stoppt, werden mit Feuerwerkskörpern bestückte Konstruktionen auf die Straße gefahren und enthüllt – so etwa eine stilisierte Teekanne in der Dimension eines kleinen Hauses, die von der Menge umringt wird. Die an ihr befestigten Feuerwerkskörper werden angezündet. Es entsteht ein Inferno aus Feuer, Licht und in die Masse stiebenden Leuchtkörpern. Davon getroffen zu werden verspricht Glück und Reichtum. Jede Vorführung des Films ist geschlossen inszeniert. Dabei löst Mayer das gezeigte Geschehen jedoch nicht auf. Seine aufgespürten Atmosphären richten sich an die Vorstellungskraft des Betrachters, können als Volksfest, exotisches Ritual oder auch als Bürgerkrieg interpretiert werden.

Maix Mayer
geboren 1960 in Leipzig
lebt und arbeitet in Leipzig
 

Einzelausstellungen

"Die Utopie des Realen", Städtische Galerie Wolfsburg, Wolfsburg, 2009
"Tuning 70: Psychoscapes with psychonauts", Govett Brewster Art Gallery, New Plymouth, 2002-03

Gruppenausstellungen

KunstFilmBiennale, Filmforum Museum Ludwig Köln, 2009
"German Open 1999: Gegenwartskunst in Deutschland", Kunstmuseum Wolfsburg, Wolfsburg, 1999


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