Künstler.innen: Philippe Parreno

Philippe Parreno

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Philippe Parreno, AC/DC Snakes, 2009, bei Gertrud Meier im Gartenhaus, © Stefan Müller
Aus der Vielzahl der Konstellationen von Kunstwerken und GastgeberInnen sticht eine besonders heraus, da sich hier zwei Lebenswelten begegnen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Auf der einen Seite der stets reisende Künstler, auf der anderen eine Frau, die mit ihrem Mann das Haus nur selten verlassen hat – für Reisen, die über deutschsprachige Länder nie hinausführten. Obwohl nicht vertraut mit Kunst, weil sie nie ein Museum betrat, meldete sie sich dennoch, um ihren Wintergarten der Biennale zur Verfügung zu stellen. Für diesen baute Philippe Parreno seine AC / DC Snakes, eine Reihe von aneinandergefügten Stromadaptern aus unterschiedlichsten Ländern, wie man sie benötigt, um elektrische Geräte vom Handy bis zur elektrischen Zahnbürste an eine mit einem anderen Standard versehene Steckdose anschließen zu können. Kleine orange-rote Lichter zeigen an den Enden dieser Verkettungen an, dass zwischen ihnen Strom fließt. Parreno eröffnet einen Denkraum, in dem sich über das Verhältnis der Nationen zueinander, über den Umgang mit dem Anderen, Migration, Gewohnheiten, über Standardisierung, die Überwindung von Grenzen und nicht zuletzt über das, was Kunst sein kann, reflektieren lässt.

Philippe Parreno
geboren 1941 in Oran (DZ)
lebt und arbeitet in Paris
 

Einzelausstellungen

"Philippe Parreno", Irish Museum of Modern Art, Dublin; Kunsthalle Zürich; Centre Pompidou, Paris; CCS Bard Galleries and Hessel Museum of Art, Annandale-on-Hudson, New York, 2009-10
"MMP: Philippe Parreno", Moderna Museet, Stockholm, 2001

Gruppenausstellungen

"Spatial City: An Architecture of Idealism", Inova - Institute of Visual Arts, Milwaukee; Hyde Park Art Center, Chicago; Museum of Contemporary Art, Detroit, 2010
"Interactivité…", 3. Biennale de Lyon, Lyon, 1995


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