Künstler.innen: Egill Sæbjornsson

Egill Sæbjornsson

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Egill Sæbjörnsson, Ghostrider, 2010
Dachboden von Herrn Milk
© Stefan Müller Courtesy: Gallery I8, Reykjavik
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Egill Sæbjörnsson, lampi, 2006
Im Fitnessraum der Famiie Molitor
© Stefan Müller, courtesy: Gallery I8, Reykjavik

Egill Sæbjörnsson hat ein altes Motorrad mit weißer Farbe überzogen, um es als Bildträger für drei Videoprojektoren zu verwenden. Das Licht der Projektoren ist hier Quelle von Farb- und Bildelementen, die über das Motorrad, den Boden und die Wände des Raumes gleiten oder sich im Rhythmus des Klangs bewegen, aufflimmern oder abrupt abbrechen.
Die Überlagerung von Licht- und Bildprojektion, Klang und Bewegung führt zu Uneindeutigkeiten und Perspektivverschiebungen, in Folge derer selbst die Architektur des DachbodensnTeil der künstlerischen
Inszenierung wird. Wirkt Ghostrider eher opulent wie eine Oper, wäre wohl „Kammerspiel“ das treffende Äquivalent in Bezug auf das zweite Werk von Sæbjörnsson, lampi, in einer sonst als Fitness- und Saunaraum genutzten Räumlichkeit.
Hier gerät eine zweiarmige 1950er-Jahre-Stehlampe in den Lichtkegel des Projektors – die Lampe selbst gibt kein Licht. Ihre rote und grüne Aura ist allein der Filmprojektion zu verdanken. Mit alltäglichen Dingen wie einer Lampe zeigt Sæbjörnsson die reale Welt als theatralisch und inszeniert.

Egill Sæbjörnsson
geboren 1973 in Reykjavík
lebt und arbeitet in Berlin und Reykjavík
 

Einzelausstellungen

"Spirit of Place and Narrative", Listasafn Reykjavíkur (Reykjavík Art Museum), Reykjavík, 2009
"Mr. Piano and Mrs. Pile", Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 2004

Gruppenausstellungen

"Try Again. Fail Again.
Fail Better", Momentum 2006, 4. Nordic Festival of
Contemporary Art, Moss, Norwegen, 2006
"Berlin North. Contemporary Artists from the Nordic Countries in Berlin", Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin, 2004


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