Künstler.innen: Jan-Peter E. R. Sonntag
Jan-Peter E. R. Sonntag

Jan-Peter E.R. Sonntag, GAMMAvert unfinished, 2010, Bauernhof Stemper, Photo: Jan-Peter E.R. Sonntag
Gerade im Bereich der mit dem Werkstoff Licht arbeitenden KünstlerInnen lässt sich ein wiederkehrender Dialog zwischen Kunst und verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft ausmachen.
Jan-Peter E.R. Sonntag hat für seine Installation GAMMAvert unfinished im Scheunengebäude eines Biohofes eine Art Labor eingerichtet: Inmitten des instrumentellen Settings liegt eine Ausgabe von Jules Vernes Grüner Strahl mit einem Holzstich, der eine Gruppe von Menschen in Erwartung des grünen Strahls kurz nach dem Versinken der Sonne zeigt. Daneben
liegt die leicht bronzene Fotografie eines Seestücks, von Sonntag selbst fünf Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl am Strand seines Heimatortes aufgenommen. Das Silber der Fotochemie ließ der Künstler in einem historischen Tönungsverfahren gegen Uran austauschen.
Eine Sonde über der Fotografie registriert die in unserer Atmosphäre vorkommenden freien Gamma-Isotope. Sobald eines dieser Isotope auf die Sonde trifft, wird ein Energie-Impuls ausgelöst, der mit Hilfe eines Lasers einen grünen Lichtblitz an die Wand schießt. Das irisierende grüne Aufblitzen, das dem zeitlichen Zufall geschuldet ist, wird im Nebenraum, der ehemaligen Kornkammer der Scheune, in eine monochrome grüne Lichtschwingung übersetzt und von einer dreibeinigen Schirmlampe abgestrahlt, deren Proportion der Künstler von seinen Körpermaßen abgeleitet hat. Der so genannte Brenner in der Birne innerhalb des Schirmes befindet sich in Augenhöhe, weshalb die Decke des nur 1,9 m hohen Raumes in den Dachraum hinein durchbrochen wurde. Was Sonntag hier zeigt, ist ein in dieser Intensität noch nie gesehenes, grün schwingendes Plasma, das er mit Wissenschaftlern der Firma Narva entwickelte. Zusammen mit einem eingelassenen Schallsystem, das eine stehende Druckwelle erzeugt, wird die vorhandene Architektur als amorph wahrgenommen, der Raum selbst verflacht zu einem malerischen
Bild.
Jan-Peter E.R. Sonntag
geboren 1965 in Lübeck
lebt und arbeitet in Berlin
Jan-Peter E.R. Sonntag hat für seine Installation GAMMAvert unfinished im Scheunengebäude eines Biohofes eine Art Labor eingerichtet: Inmitten des instrumentellen Settings liegt eine Ausgabe von Jules Vernes Grüner Strahl mit einem Holzstich, der eine Gruppe von Menschen in Erwartung des grünen Strahls kurz nach dem Versinken der Sonne zeigt. Daneben
liegt die leicht bronzene Fotografie eines Seestücks, von Sonntag selbst fünf Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl am Strand seines Heimatortes aufgenommen. Das Silber der Fotochemie ließ der Künstler in einem historischen Tönungsverfahren gegen Uran austauschen.
Eine Sonde über der Fotografie registriert die in unserer Atmosphäre vorkommenden freien Gamma-Isotope. Sobald eines dieser Isotope auf die Sonde trifft, wird ein Energie-Impuls ausgelöst, der mit Hilfe eines Lasers einen grünen Lichtblitz an die Wand schießt. Das irisierende grüne Aufblitzen, das dem zeitlichen Zufall geschuldet ist, wird im Nebenraum, der ehemaligen Kornkammer der Scheune, in eine monochrome grüne Lichtschwingung übersetzt und von einer dreibeinigen Schirmlampe abgestrahlt, deren Proportion der Künstler von seinen Körpermaßen abgeleitet hat. Der so genannte Brenner in der Birne innerhalb des Schirmes befindet sich in Augenhöhe, weshalb die Decke des nur 1,9 m hohen Raumes in den Dachraum hinein durchbrochen wurde. Was Sonntag hier zeigt, ist ein in dieser Intensität noch nie gesehenes, grün schwingendes Plasma, das er mit Wissenschaftlern der Firma Narva entwickelte. Zusammen mit einem eingelassenen Schallsystem, das eine stehende Druckwelle erzeugt, wird die vorhandene Architektur als amorph wahrgenommen, der Raum selbst verflacht zu einem malerischen
Bild.
Jan-Peter E.R. Sonntag
geboren 1965 in Lübeck
lebt und arbeitet in Berlin
Einzelausstellungen (AUSWAHL)
"sonArc::project. Auf der Suche nach dem Wesen der Elektrizität", Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 2007"North by Northwest", Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg (Deutschland), 2005
Gruppenausstellungen (AUSWAHL)
"Wach sind nur die Geister. Über Gespenster und ihre Medien", HMKV - Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Centrum Sztuki Wspó?czesnej Znaki Czasu (Centre of Contemporary Art), Torun (Polen), 2009-10
"Lost in Sound", CGAC - Centro Galego de Arte Contemporánea, Santiago de Compostela, 1999
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"Lost in Sound", CGAC - Centro Galego de Arte Contemporánea, Santiago de Compostela, 1999
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